Alle Beiträge von Arno Heider

Kurden-Demo in Köln-Deutz

Auch dieses Jahr veranstaltet die Nav-Dem (demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) eine Standkundgebung auf dem ehemaligen Werftgelände in Köln-Deutz. Das diesjährige Motto lautet: Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten.

Der Deutzer Festplatz ist mit Gittern teilweise abgesperrt. Ordner der Nav-Dem und die Polizei achten darauf, dass nur zu den Eingängen Demonstrationsteilnehmer Zutritt haben.

Die Kontrolle der Demonstranten und ihrer mitgebrachten Taschen geschieht durch Ordner der Nav-Dem.

Die Rede- und Kulturbeiträge erfolgen in Kurdischer- und Türkischer Sprache und werden auf einem Großbildschirm wiedergegeben. Die Kundgebung ist friedlich. Ein Polizeihubschrauber befindet sich in der Luft. Die zahlreich anwesenden Polizisten machen einen freundlichen und entspannten Eindruck. Die Stadtbahnlinie 7 muss ihren Fahrbetrieb, entgegen früherer Demos,  nicht einstellen. Die Teilnehmerzahl der Demonstranten kann ich nur schwer schätzen. Ich denke, es sind mehr als die erwarteten 20 000 Kurden nach Deutz gekommen.

Die Stadt Köln hat dem Veranstalter das Aufstellen von Ess-Ständen diese Jahr erstmalig verboten. Die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angereisten Demonstranten müssen sich selbst versorgen. Auf der Deutzer Freiheit haben sich lange Schlangen vor den beiden Dönerbuden gebildet. Auch andere Ess- und Lebensmittelgeschäfte sind gut besucht.

Nicht beliebt sind die vielen Demonstrationen auf dem Deutzer Festplatz bei den Deutzer Autofahrern. Sie mussten heute Morgen schon vor sechs Uhr, in einem weitem Bereich, ihre Fahrzeuge entfernen. Mittels Klebezetteln an den Haustüren hatte der Verkehrsdienst der Stadt Köln, schon vor mehreren Tagen, mit kostenpflichtigem Abschleppen gedroht. Parken kann der Deutzer Automobilist heute nur in entfernten Stadtteilen.

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Abbrucharbeiten am Rudolfplatz

13. August 2017:

Heute, am heiligen Sonntag, ruhen die Abrissarbeiten am Rudolfplatz.

Von meinem Lieblings-Starbucks ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Von der Glasbrücke der Ehrengarde sind nur noch die Stahlträger  vorhanden.

Mit einem mulmigen Gefühl unterschreite ich das, vom Starbucks zur Hahnentorburg führende, Baustahl-Gehänge.

Morgen werden die Abbrucharbeiter, des Erfstädter Unternehmens Rhiem & Sohn, ihr Werk fortsetzen. Der Stadtbahn-, Bus-, Auto- und Fußgängerverkehr soll weiterhin zwischen dem Starbucks und der Hahnentorburg verlaufen.

12. September 2017:

In der Nacht von Sonntag auf Montag haben Abrissarbeiter die Stahlträger demontiert.

Nur noch eine Restbebauung an der Torburg zeugt von früheren städtebaulichen Verbrechen.

Nach aktueller Planung soll der Gebäuderiegel am Ring erhalten bleiben. Der südliche Gebäudeteil ist jedoch bereits entmietet.

Er hat unter den Abrissarbeiten gelitten und wird im Moment notdürftig repariert.

Laut Homepage der Hamburger „Momenie Gruppe“ soll es in drei Jahren hier so aussehen.

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Mit dem E-Bus fahren

Vom Breslauer Platz bis zum Südfriedhof

Höllischer Lärm und Gestank von Explosions-Motoren bestimmen die Rückseite des Kölner Hauptbahnhofes.

Ein Gelenkbus nähert sich der Haltestelle der Linie 133. Er ist nicht zu hören.

Die rechte Seite des Busses senkt sich hydraulisch auf die Bordsteinhöhe. Ein barrierefreier Ein- und Ausstieg ist so möglich. Der Stromabnehmer fährt aus. Der batteriebetriebene Bus bietet, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB, 48 Sitzplätze. Die Beinfreiheit ist jedoch dankenswerterweise drei Zentimeter größer. Ich muss meine Beine nicht in den Gang stellen. Die Kompressoren der Klimaanlage surren im hohen Tonbereich. Nach zehn minütigem „Tanken“ beginnt die Fahrt. Der elektrische Antriebsmotor ist nicht zu hören. Nur ein leises tieffrequentes Rollgeräusch kann ich vernehmen. Nach dreißig-minütiger Fahrt ist die Endhaltestelle erreicht.

Am Südfriedhof parkt das von VDL entwickelte Gefährt an einer, dem Breslauer Platz, identischen Schnell-Ladestation. Die Stromrichteranlage ist auch hier unterirdisch angebracht. Der Lademast mit Ladearm benötigt nicht mehr Platz als eine Verkehrsampel.

Bis zu acht Elektro-Busse kann die KVB einsetzen. Das Projekt wurde vom Land NRW unterstützt. Noch sind die batteriebetriebenen Neukonstruktionen mehr als doppelt so teuer wie die Diesel-Stinker. Doch die in Köln gewonnen Erfahrungen könnten in eine Serienproduktion einfließen und den Preis schnell senken.

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AfD-Bundesparteitag in Köln

Samstag, zwölf Uhr mittags in Köln-Deutz

Die Deutzer Brücke ist dieses Wochenende komplett gesperrt. Auch Fußgänger dürfen den Rhein hier nicht queren.

Hinter den Bäumen, auf der anderen Rheinseite, siehst Du das Kölner Maritim Hotel.

Dr. Monika Gommolla, Miteigentümerin und Chefin der Hotelgruppe, sowie Hartmut Korthäuer, Direktor des Kölner Hotels, haben gemeinsam ganz tief ins Klo gegriffen und dieses Wochenende die Kölner Herberge an die AfD vermietet. Nur AfDler, Medienvertreter und Polizisten dürfen in dieser Zeit das Hotel benutzen. Alle anderen Gäste wurden ausgeladen.

Heute und morgen demonstriert das demokratische Köln gegen die rechtsradikale AfD.

14:30 Uhr Pipinstraße

Vom Heumarkt kommend biegt ein bunter Demonstrationszug in die Pipinstaße ein. Mit Spruchbändern und Schildern protestieren die Kundgebungsteilnehmer gegen die AfD. Technomusik erschallt von einem Lautsprecherwagen. Die nachfolgenden Demonstranten singen Karnevalslieder. Später intonieren Fußballfans gefühlvoll die FC Köln Hymne. Ihnen schließe ich mich an.

Sonntag 12:30 Uhr: Maritim Hotel Köln

Streng bewacht und abgesperrt von hunderten Polizisten tagen die AfDler im Maritim-Gemäuer. Insgesamt sollen viertausend Polizisten in Köln im Einsatz sein.

Heumarkt

Der, dem Maritim gegenüberliegende Heumarkt, ist auch heute Demonstrationsort. Rockbands bereiten ihre Auftritte vor.

Montagmorgens in Köln-Deutz:

Die Stadtbahnen fahren wieder über die Deutzer Brücke.

Die AfD gratuliert Marine Le Pen zum 1. Wahlausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich.

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Die Paywall der Washington Post umgehen

In einem Twitterbeitrag unseres Kanzleramtschef Peter Altmaier beschwert dieser sich über die Paywall der Washington Post. Nur sechs Artikel sind in der Internet-Ausgabe umsonst zu lesen. So ein Mist! Die Online Zeitung Meedia,  wie auch die etablierten Zeitungen haben zur Jagd auf unseren Peter gerufen. „Für Qualitätsjournalismus muss bezahlt werden,“ ist deren Meinung. Auch die 32 Twitter Kommentatoren schimpfen auf Merkels Frontmann.

Doch keiner verrät dem Merkel-Vertrauten wie er die Paywall umgehen kann. Dabei ist es ganz einfach.

 

Installiere den Tor Browser. Es gibt ihn für alle Betriebssysteme. Nachdem Du sechs Artikel gelesen hast, klick auf die Zwiebel (oben links, rot umrahmt). Bestätige: „New Identity“ und schon kannst Du 6 weitere Artikel lesen und die WP beginnt mit erneuter Verfolgung.

Die Washingten Post verwendete zur Identifizierung ihrer Leser Canvas Fingerprinting. Durch das Zeichnen eines unsichtbaren Bildes erhält die Washington Post Soft- und Hardwareinformationen Deines Rechners. Durch Deine dynamische IP-Adresse erkennt das Intelligenzblatt Deinen Provider. Mit diesen Informationen generiert WP eine Erkennungsnummer Deines Computers. Dadurch kann sie Dein Surfverhalten speichern. Dies ist legal und wird auch von der Werbebranche genutzt, um personenbezogene Werbung einzublenden. Vor dieser Verfolgung (Tracking) kannst Du Dich mit dem Tor Browser schützen.

Ich hoffe ich habe Dir und Peter Altmaier mit diesem Beitrag geholfen. Bis bald.

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Aleviten/Kurden Demo in Köln-Deutz

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12:00 Uhr: Die ersten Demonstranten sind auf dem Deutzer Werftgelände eingetroffen.

Die Alevitische Union Europa (AABK) hat  zur Protestkundgebung unter der Losung „Ja zu Demokratie, Freiheit und Frieden – Nein zur Diktatur!“ aufgerufen. Die Veranstaltung soll offizielle um 13 Uhr beginnen. Der Protest richtet sich gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdogan in der Türkei. Der Demonstration haben sich Sympathisanten der PKK angeschlossen. Sie fordern mit Fahnen und Sprechchören die Freilassung von Abdullah Öcalan.

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13:00 Uhr: Der Deutzer Festplatz füllt sich

Mehrere Zehntausend Demonstranten befinden sich bereits auf dem Festplatz. Von Poll und vom Deutzer Bahnhof kommend, erreichen immer mehr türkischstämmige Frauen und Männer das Gelände.

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Für Verpflegung ist gesorgt. Rechts und links des Werftgeländes sind Imbissstände aufgebaut. Die Demo verläuft friedlich. Die Polizei hält ihre Wasserwerfer und Räumfahrzeuge fern. Die Stadtbahnlinie 7 hat ihren Dienst an der Haltestelle Deutzer Freiheit eingestellt. Die Polizei sperrt den Straßenverkehr.

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14:30 Uhr: Kundgebungen von der Tribüne

Unter Beifall sprechen Redner, in türkischer Sprache, von der Tribüne. Die Kölner Online Zeitung report-k hat Beiträge von Melek Yildiz, stellvertretende Generalsekräterin der AABF, Hüseyin Mat, Europavorsitzender der AABK, Ümit Sari, Jugendvorsitzender der AABK, Prof. Dr. Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten Verbands, Hozan Cömert, Abgeordneter der HDP, Sevim Dagdelen, MdB, die Linke, Mehmet Kılıç, Bündnis 90/Die Grünen und anderen angekündigt.

15:30 Uhr: Unter Tanz und Gesang löst sich die Demonstration der Aleviten und Kurden auf.

Dieser Beitrag wurde zeitnahe aktualisiert.

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Laptop mit Linux Ubuntu

Acer Aspire E15 (ES1-P4KP) mit Ubuntu 16.10

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Bei dem größtem Online-Händler der Welt habe ich mir ein neues Laptop, ohne Betriebssystem und für nur 229 Euro, gekauft. Die Produktinformationen des Verkäufers findest Du hier. Der Rechner verfügt neben den im Angebot angegebenen zwei USB 2 Schnittstellen über einen zusätzlichen USB 3 Port. Der Computer wird mit vorinstalliertem Linpus Linux 9.2 (chinesisches Linux) ausgeliefert. Die von mir getätigte Installation, des mit mehr Komfort versehenen Ubuntu Linux, verlief ohne Probleme und dauerte keine halbe Stunde. Das Laptop ist zum neusten Ubuntu, der Version 16.10, kompatibel. Fast alles funktioniert. Der Bildschirm überzeugt. Er ist für diese Preisklasse erfreulich.

Unity, die graphische Benutzeroberfläche von Ubuntu, ist optisch ansprechend und nahezu selbsterklärend. Eventuell fehlende Anwenderprogramme werden automatisch angeboten und nach Bestätigung aus dem Netz installiert.

Alle meine USB-Geräte (Drucker, Scanner, Kamera und externe Festplatte) wurden automatisch erkannt und funktionieren tadellos.

Die Webcam verfügt über eine Kontrollleuchte. Sie kann mit dem installierten Programm „Cheese Webcam-AutoFormat“ grobkörnige Bilder und Filme erzeugen. Die Kamera ist für Video-Chats ausreichend.

Der Cardreader wird von Ubuntu 16.10 nach Einlegen einer Speicherkarte automatisch eingebunden. Bilder, die ich mit meiner externen Kamera gelöscht hatte, waren wieder vorhanden.

Die HDMI-Schnittstelle lässt sich durch Klicken von: -Systemeinstellungen, -Darstellung sowie: -Systemeinstellungen, -Klang einfach konfigurieren. Dies ermöglicht das Abspielen von Videos oder Musik auf einem Fernseher.

Die Konfiguration der Ethernet-Schnittstelle erfolgt ebenfalls über das Menü Systemeinstellungen.

Über -Systemeinstellungen, –Bluetooth und dann +, wird die Suche nach anderen Bluetooth-Geräten gestartet. Mein Windows 10 Rechner, wie auch mein Nexus 7 mit Android 6.01 wurden nicht erkannt. Schade. Fehlt hier der richtige Treiber für das Linux-Laptop? Dieses Problem können wahrscheinlich nur Experten lösen.

Der voll geladene Akku ermöglicht das dreistündige Schauen von Videos. Bei ausgeschaltetem Rechner und abgezogenem Ladekabel entlädt sich der Akkumulator intern. Nach 3 Tagen ist er leer. Bedauerlich.

Zusammenfassung:

Ich kann das Acer Aspire E15 (ES1-P4KP) mit Ubuntu 16.10 empfehlen. Selbstverständlich bekommst Du den Rechner auch mit dem Betriebssystem Windows 10. Du musst dann aber 120 Euro mehr bezahlen. Wir alle lieben Microsoft!

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Stopp CETA und TTIP

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12 Uhr mittags

Die Kundgebung beginnt.  Zwei  große Computer-Bildschirme übertragen die Eröffnungsreden. Das Werftgelände in Köln-Deutz füllt sich mit Demonstranten.

Vom Deutzer Bahnhof kommen immer mehr Protestierer. Auf der Deutzer Brücke steht ein Konvoi mit Traktoren und Landwirtschaftlichen Maschinen. Sie sollen die Spitze des Demonstrationszugs zur anderen Rheinseite bilden.

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13:30 Uhr: Demonstrationsbeginn

Die Demonstration beginnt. Mit lautem Hupen bewegen sich die landwirtschaftlichen Fahrzeuge über die Deutzer Brücke.

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Mehrere Zehntausend Demonstranten begehen die Brücke. Bis die letzten Aktivisten den Neumarkt erreichen, dürften zwei Stunden vergehen.

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Obiges Bild zeigt den Spazierweg durch die Kölner Innenstadt.

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16:30 Uhr: Abschlusskundgebung

Die Socken qualmen. Die ersten Protestler haben die Deutzer Werft wieder erreicht. Eine Band spielt auf der Bühne. Die Versammlung gleicht einem Volksfest.

In sieben Großstädten finden heute zeitgleich Demonstrationen gegen CETA und TTIP statt. Doch ob die in Berlin regierenden Politiker sich dadurch beeindrucken lassen muss bezweifelt werden. Wer in der großen Koalition gegen das Entmächtigungsgesetz CETA und TTIP agiert, riskiert seine politische Karriere, sowie jetzige und zukünftige Lobbyisten Vergütungen.

Doch CETA und TTIP werden scheitern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof eine CETA/TTIP Paralleljustiz dulden.

Wer die Profitinteressen internationaler Konzerne höher wertet als die Gesetze demokratischer Parlamente hat den Rechtsstaat verlassen.

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Kurden-Demo in Köln-Deutz

Kurden-Demo in Deutz, Bild 1

Nach dem Verbot des kurdischen Kultur-Festivals im Rheinenergie-Station, haben die Veranstalter NavDem (demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) eine Demonstration in der Deutzer Werft, für den morgigen Tag, angemeldet. Die Tribüne für das Großereignis mit Musik und Reden ist schon fast montiert.

Kurden-Demo in Deutz, Bild 2

Schwere Gabelstapler erleichtern den Aufbau.

Kurden-Demo in Deutz, Bild 3

Plakate und Spruchbänder sind vorbereitet. Die Demonstration soll morgen um 11:00 Uhr beginnen und sich auf das Werftgelände beschränken. Der Veranstalter rechnet mit 30.000 Besuchern.

Ein Großeinsatz der Polizei ist zu erwarten.

Die Stadt Köln fordert alle Anwohner mittels Tür-Klebezettel auf, ihre Autos woanders zu parken. Ab 00:00 Uhr wird abgeschleppt.

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Erdogan-Anhänger in Köln-Deutz

Vor meiner Haustüre stehen Mannschaftswagen der Polizei.

Wasserwerfer in der Arminiusstraße
12:00 Uhr: Wasserwerfer in der Arminiusstraße

Ein Wasserwerfer sperrt die Arminiusstraße. Seit den frühen Morgenstunden hat die Stadtbahnlinie 7 ihre Fahrten in Köln-Deutz eingestellt. Die Siegburger Straße ist in Richtung Poll gesperrt. Köln bereitet sich auf die Demonstration der Erdogan-Anhänger vor.

Erdogan Jubel Busse
14:00 Uhr: Busse mit Erdogan-Fans

Die Busse der Erdogan-Fans kommen nur im Schritttempo von Poll kommend voran. Alle zur Siegburger Straße führenden Wege sind ab der Severinsbrücke mit Polizeifahrzeugen gesperrt. Die Deutzer Brücke ist für den Straßenverkehr in beide Richtungen von der Polizei blockiert. Die Bahnen der Linie 1 und 9  fahren noch.

Erdogan Demonstranten
16:00 Erdogan-Demonstranten auf der Siegburger Straße

Eine patriarchalische, archaische Parallelgesellschaft zieht über die Siegburger Straße zum Deutzer Festplatz. Das ehemalige Werftgelände dürfte mehr als voll besetzt sein. Die Polizei lässt nur Fußgänger mit Presseausweis auf die Deutzer- und die Severinsbrücke. Von der Rednertribüne werden Parolen in Türkisch geschrien und von den Erdogan-Demonstranten bestätigt. Allahu Akbar Rufe sind zu hören. Hubschrauber befinden sich in der Luft.

Hauseingang
18:00 Uhr Erdogan-Anhänger im Hauseingang

Bis in meinen Hauseingang stehen die türkischen Demonstranten. Die Siegburger Straße ist voller Erdogan-Anhänger. Ich kann meine Wohnung nur durch den Hinterhof verlassen. Es sind heute bedeutend mehr als die 30.000 angekündigten Erdogan-Jünger in Deutz erschienen.

19:20 Uhr: Der Spuk ist vorbei

Die letzten Jubel-Türken haben den Festplatz verlassen und machen sich von der Polizei begleitet auf den Nachhauseweg.

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