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Mit dem ADAC Postbus von Köln nach Essen

Meine letzte Fernbusreise war gescheitert. Aus den wütenden Internet-Posts meiner damals Mitwartenden konnte ich entnehmen, dass der FlixBus an der falschen Haltestelle abgefahren war. Geld Zurück Forderungen hat das Unternehmen ignoriert.

Heute teste ich den ADAC Postbus. Ich stehe an der Gummersbacher Straße in Köln-Deutz. Ein mit dem Auto angereister ADAC-Post Mitarbeiter befestigt die Gepäckbanderolen und händigt die zugehörigen Gepäckscheine an die Reisenden aus. Mit 15 Minuten Verspätung erreicht der Bus die Wartenden.

ADAC Post Bus

Schnell ist das Gepäck verladen. Ich setze mich auf den in meinem Fahrschein nummerierten Sitz und lege den Drei-Punkt-Gurt an. Der Sitz ist bequem. Er bietet genügend Beinfreiheit. Die Fahrt beginnt. Ein Video begrüßt uns und gibt Sicherheitsinformationen. Mit meinem Tablet gehe ich über das W-LAN ins Internet. Die Verbindung ist schnell. Die UMTS Zeiten sind vorbei.

Nach einer Stunde erreichen wir die Landeshauptstadt. Der Bus müht sich durch den zähen Verkehr bis zum zentral gelegenen Busbahnhof. Weitere Traveler besteigen das gelbe Ungetüm.

Der nächste Stopp erfolgt gegenüber dem Duisburger Hauptbahnhof. Der Bus ist jetzt zur Hälfte belegt. Schnell erreichen wir Essen. Als einziger Fahrgast verlasse ich am Essener Hauptbahnhof das Gefährt. Der Fernbus füllt sich durch die hier einsteigenden Passagiere. Bis zur Endstation, Warnemünder Strand, wird die Reise noch achteinhalb Stunden dauern.

Fazit meiner Fahrt: Der Zug von Köln nach Essen ist bedeutend schneller als der ADAC Postbus. Die Abfahrtszeiten des Zugs sind häufiger. Das macht den Reisenden flexibler. Mit der halbstündigen Verspätung in Essen betrug meine Reisezeit zweieinhalb Stunden. Doch der Buspreis entschädigt. Er ist mit nur 5 Euro nicht zu toppen.

Mit einer anklickbaren Bildergalerie vom Baldeneysee in Essen verabschiede ich mich.

Der verflixte Bus

12. Mai, 9:30 Uhr: Ich stehe an der Gummersbacher Straße in Köln-Deutz und warte auf den FlixBus. Vor 20 Minuten sollte der Fernbus nach Mainz bereits abfahren. Es gibt keine Sitzmöglichkeit an der Bushaltestelle. Ich zücke mein Ticket. Abfahrtsort: Gummersbacher Straße, Abfahrtszeit: 9:10. Auch der Fahrplan am Haltestellenmast verspricht das Gleiche. Eine Mitreisende hat eine SMS von FlixBus bekommen: „20 Min. Verspätung“. Ich schaue auf mein Handy. Obwohl ich meine Handynummer bei der Buchung angegeben habe, hat FlixBus mich nicht verständigt.
12. Mai, 9:50 Uhr: Das Stehen wird nervig. Ich rufe die kostenpflichtige FlixBus-Hotline an und lande in der Warteschleife. Auch meine Mitwartenden konnten keine Verbindung zur „Hotline“ bekommen. Sie diskutieren ein Gruppenticket nach Mainz oder Wiesbaden bei der Bahn zu kaufen. Frustriert gehe ich nach Hause. Ich schreibe eine E-Mail an FlixBus und verlange den Fahrpreis zurück. Auf meine E-Mail erhalte ich eine automatisch generierte Antwort: „Vielen Dank für Deine Nachricht. Wir kümmern uns so schnell wie möglich um Dein Anliegen. Du erhältst in Kürze eine persönliche Antwort von uns. Aktuell beträgt unsere Bearbeitungszeit auf Grund des hohen Aufkommens leider ca. 2-3 Tage. Wir bitten Dich in der Zwischenzeit eine Anfrage nicht mehrmals zu stellen.“
22. Mai: 10 Tage nach der misslungenen Reise nach Mainz habe ich von FlixBus nur Werbe-Mails bekommen. Sie loben neue Verbindungen und günstige Preise. Mein Geld haben sie mir aber nicht zurückerstattet. Ich bin von der FlixBus GmbH enttäuscht und kann sie nicht länger empfehlen.

Mit dem Flix-Bus von Köln nach Frankfurt am Main

In Köln gibt es zwei Flix-Bus Haltestellen. Meine Reise beginnt am Breslauer Platz, hinter dem Hauptbahnhof. Die Warte befindet sich rechts neben dem großen Taxistand (Blickrichtung Rhein). Uringeruch steigt mir in die Nase. Die überdachte Haltestelle ist eine mit Zigarettenkippen und Taubenkot bedeckte Schmuddelecke. Eine circa 50 Meter entfernte Saugmaschine -Saugen statt Baggern- erzeugt eine stetige Geräuschkulisse. 11:06 Uhr, der Bus fährt ein. Ich zücke mein Ticket. Aufgrund frühzeitiger Buchung kostete der Fahrschein nur 5 Euro. Mit akzeptabler sechsminütiger Verspätung beginnt die Fahrt. Der Busfahrer heißt Uwe. Er hält über Lautsprecher eine längere Rede in süddeutscher Sprachfärbung. Wie verlangt, schließe ich den Zwei-Punkt Beckengurt. Entlang der A3 ist die W-LAN Verbindung ins Internet überraschend schnell. Ich schaue aus dem Fenster. Die Sonne scheint. Rechts sehe ich die Intercitystrecke Köln-Frankfurt. Wenig später überholt Uwe einen kleinen Bundeswehrkonvoi. Ich muss an die Zeit des „Kalten Krieges“ denken, als Unmengen von Militärfahrzeugen auf beiden Seiten der Autobahnen sinnlos herum fuhren. Jetzt sehe ich den Dom zu Limburg und die Lahn. Nach zwei Stunden Busfahrt fühle ich mich immer noch fit. Der Bus ist bequem. Uwes Fahrstil ist angenehm. Links rast ein ICE an uns vorbei. Wir verlassen die A3 und fahren am Flughafen entlang. Hier ist alles eine Nummer größer als im Kölner Flughafen. 13:35 Uhr, der Bus erreicht mit 10 Minuten Verspätung den Frankfurter Hauptbahnhof. Ich verabschiede mich von Uwe, entsteige dem Bus und bin in der deutschen Hauptstadt des Verbrechens.

Für eine Handvoll Euros

Maastricht ahoi

IMG_20131029_131925Seit dem 25.10.2013 bietet DeinBus.de dreimal täglich die Strecke Köln/Deutz – Maastricht und zurück an. Bei frühzeitiger Buchung kostet die einzelne Fahrt nur 5 Euro. Ich habe dieses Angebot heute genutzt und einen höchst interessanten Spaziergang entlang der Maas und in der historischen Altstadt unternommen. Jetzt sitze ich im Cafe Basilica und bemühe mich, mit meinem 7 Zoll Tablet-PC, einen Blogbeitrag zu erstellen.

PS: Wer unbedingt sonntags einkaufen will, der kann sein Geld nach Maastricht tragen und das deutsche Importdefizit bekämpfen. Ab 12.00 Uhr öffnen die Geschäfte auch am Sonntag ihre Pforten.

Fernbusfahrer ahoi

Seit dem 1.1.2013 dürfen Fernbuslinien Fahrgäste auch innerhalb Deutschlands befördern, sofern die Strecke nicht unter 50 Kilometer Länge, und die Reisezeit nicht unter einer Stunde liegt. Aufgrund dieser Regelung war die hinter dem Kölner Hauptbahnhof gelegene Fernbushaltestelle `Breslauer` Platz schnell zu klein und zu eng für den gesamten Kölner Fernbusverkehr. Die Stadtverwaltung schuf den Haltebereich `Gummersbacher Straße` in Köln/Deutz.

Seit dem 19.Juli bittet DeinBus.de, zweimal täglich, an fünf Tagen der Woche, die Strecke Aachen – Köln/Deutz – Siegen – Gießen – Marburg, sowie die Rückfahrt, an. Ich habe die Fahrt von Köln/Deutz nach Siegen getestet. Die frühzeitige Buchung der Busfahrt via Internet belief sich auf 9 Euro. Die billigste Deutsche Bahn Fahrkarte, das zwei Stunden NRW Ticket, hätte 17,60 Euro gekostet. Für eine „Normalfahrkarte“ Köln-Siegen verlangt die Deutsche Bahn gar 20,90 Euro. Auf das günstigere 2 Stunden Ticket weist http://reiseauskunft.bahn.de nicht hin.

An der Gummersbacher Straße befinden sich mehrere Bushaltestellen, alle in einer Linie und gut beschildert, sodass der Halt nach Siegen, leicht von mir gefunden wurde. Die Abfahrt erfolgte pünktlich. Die Bussitze waren bequem und boten mir, ich bin 1,94 m groß, genügend Beinfreiheit. Mittels Lautsprecherdurchsage wies der Busfahrer auf die Beckengurte und die Anschnallpflicht hin. Die Temperatur im Bus wurde, trotz des Sahara-Wetters, durch eine Klimaanlage auf angenehme 22 Grad geregelt. Im Bus gab es W-LAN und Steckdosen. Der Busfahrer wirkte kompetent. Er hatte einen angenehmen, ruhigen Fahrstil.

Nach 60 Minuten Fahrtzeit stieg ich zufrieden an der Bushaltestelle Kochs Ecke in Siegen aus. Die gleiche Fahrt mit der Bahn hätte 25 Minuten länger gedauert. Wer sich für Fernbusverbindungen interessiert, dem empfehle ich das Portal: www.busliniensuche.de