Mit dem E-Bus fahren

Vom Breslauer Platz bis zum Südfriedhof

Höllischer Lärm und Gestank von Explosions-Motoren bestimmen die Rückseite des Kölner Hauptbahnhofes.

Ein Gelenkbus nähert sich der Haltestelle der Linie 133. Er ist nicht zu hören.

Die rechte Seite des Busses senkt sich hydraulisch auf die Bordsteinhöhe. Ein barrierefreier Ein- und Ausstieg ist so möglich. Der Stromabnehmer fährt aus. Der batteriebetriebene Bus bietet, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB, 48 Sitzplätze. Die Beinfreiheit ist jedoch dankenswerterweise drei Zentimeter größer. Ich muss meine Beine nicht in den Gang stellen. Die Kompressoren der Klimaanlage surren im hohen Tonbereich. Nach zehn minütigem „Tanken“ beginnt die Fahrt. Der elektrische Antriebsmotor ist nicht zu hören. Nur ein leises tieffrequentes Rollgeräusch kann ich vernehmen. Nach dreißig-minütiger Fahrt ist die Endhaltestelle erreicht.

Am Südfriedhof parkt das von VDL entwickelte Gefährt an einer, dem Breslauer Platz, identischen Schnell-Ladestation. Die Stromrichteranlage ist auch hier unterirdisch angebracht. Der Lademast mit Ladearm benötigt nicht mehr Platz als eine Verkehrsampel.

Bis zu acht Elektro-Busse kann die KVB einsetzen. Das Projekt wurde vom Land NRW unterstützt. Noch sind die batteriebetriebenen Neukonstruktionen mehr als doppelt so teuer wie die Diesel-Stinker. Doch die in Köln gewonnen Erfahrungen könnten in eine Serienproduktion einfließen und den Preis schnell senken.

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