Kurden-Demo in Köln-Deutz

Auch dieses Jahr veranstaltet die Nav-Dem (demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) eine Standkundgebung auf dem ehemaligen Werftgelände in Köln-Deutz. Das diesjährige Motto lautet: Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten.

Der Deutzer Festplatz ist mit Gittern teilweise abgesperrt. Ordner der Nav-Dem und die Polizei achten darauf, dass nur zu den Eingängen Demonstrationsteilnehmer Zutritt haben.

Die Kontrolle der Demonstranten und ihrer mitgebrachten Taschen geschieht durch Ordner der Nav-Dem.

Die Rede- und Kulturbeiträge erfolgen in Kurdischer und Türkischer Sprache und werden auf einem Großbildschirm wiedergegeben. Die Kundgebung ist friedlich. Ein Polizeihubschrauber befindet sich in der Luft. Die zahlreich anwesenden Polizisten machen einen freundlichen und entspannten Eindruck. Die Stadtbahnlinie 7 muss ihren Fahrbetrieb, entgegen früherer Demos,  nicht einstellen. Die Teilnehmerzahl der Demonstranten kann ich nur schwer schätzen. Ich denke, es sind mehr als die erwarteten 20 000 Kurden nach Deutz gekommen.

Die Stadt Köln hat dem Veranstalter das Aufstellen von Ess-Ständen diese Jahr erstmalig verboten. Die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angereisten Demonstranten müssen sich selbst versorgen. Auf der Deutzer Freiheit haben sich lange Schlangen vor den beiden Dönerbuden gebildet. Auch andere Ess- und Lebensmittelgeschäfte sind gut besucht.

Nicht beliebt sind die vielen Demonstrationen auf dem Deutzer Festplatz bei den Deutzer Autofahrern. Sie mussten heute Morgen schon vor sechs Uhr, in einem weitem Bereich, ihre Fahrzeuge entfernen. Mittels Klebezetteln an den Haustüren hatte der Verkehrsdienst der Stadt Köln, schon vor mehreren Tagen, mit kostenpflichtigem Abschleppen gedroht. Parken kann der Deutzer Automobilist heute nur in entfernten Stadtteilen.

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