Archiv der Kategorie: Köln

Fliegen mit Ryanair

Für 26,50 Euro nach Bologna und zurück.

36 Flughäfen in 14 Ländern fliegt Ryanair vom Köln/Bonner Airport aus an. Doch Vorsicht! Manche Ryanair-Flughäfen sind weit von den Innenstädten entfernt. Am besten ergoogelst Du Dir den aus 3 Buchstaben bestehenden IATA-Flughafencode. Er beschreibt eindeutig den Flughafen. Verwechselungen sind so nicht möglich.

Wer früh bei dem Billigflieger bucht, kann manches Schnäppchen tätigen. Ich habe mich für Bologna entschieden. Der Airport liegt nur sechs Kilometer von der Innenstadt entfernt. Der Hin- und Rückflug kostet 26,50 Euro.

Die Bordkarte muss ich selbst ausdrucken oder auf das Smartphone/Tablet laden. Die dazu nötigen Angaben erfolgen via Internet. Einen besonderen Sitzplatz oder Bordgepäck müsste ich extra bezahlen.

Die Reise beginnt. Mit der S-Bahn bin ich in 12 Minuten am Flughafen. Auf der obersten Ebene lege ich mein Tablet mit der Bordkarte auf einen Scanner und die Barriere öffnet sich. Die manuelle Sicherheitsüberprüfung (Röntgen des Handgepäcks, Nacktscanner) erfolgt zügig.

Mit leichter Verspätung beginnt das Boarding. Meine Bordkarte wird ein weiteres mal gescannt.

Rynair benutzt nicht die Fluggastbrücke. Die Fluggäste müssen das Flugzeug „erlaufen“. Erst geht es eine Wendeltreppe herunter, dann an einem gespannten Seil entlang zum Flieger. Es riecht nach Kerosin. Das Rauchen und das Telefonieren ist aus verständlichen Gründen verboten.

Die Ryanair-Flotte besteht ausschließlich aus Boeing 737-800 Flugzeugen mit einer fest montierten, steilen Zugangstreppe (vorne) und einer gemieteten, fahrbaren Zugangstreppe (hinten). Die feste Treppe wird vor dem Abflug eingeklappt und mitgenommen. Das spart Kosten.

Auf meiner Bordkarte steht „vordere Tür“. Die Leiter habe ich schnell erklommen. Meine Bordkarte mit der Sitznummer wird ein weiteres Mal durch eine Flugbegleiterin kontrolliert. Meinen Personalausweis musste ich nirgends zeigen.

Die Maschine hat 33 Reihen mit (außer der ersten Reihe) jeweils 6 Sitzplätzen und einen Mittelgang. Das Platzangebot der nicht verstellbaren Sitze ist auch für große Menschen ausreichend. Ein bisschen eng ist es schon.

Der Abflug verzögert sich. Manche Fluggäste haben Expeditions-Rucksäcke oder riesige Roll-Koffer als kostenloses Handgepäck in die Kabine gebracht. Das Verstauen der Gepäckstücke ist nicht einfach. Mit halbstündiger Verspätung rollt die fast vollbesetzte Boeing auf die Startbahn. Der Flieger hebt ab.

Die Flugbegleiter mühen sich mit einem Verkaufswagen. Der Umsatz ist gering. Ein Losverkauf findet keine Kunden.

Nach anderthalb stündigem Flug landet die Boeing butterweich in Bologna. Ein kurzer Fußweg führt ins Terminal.

Die irische Firma hat auch Kritiker: Die Billig-Tickets erhöhen den Flugbetrieb und schaden der Umwelt. Das Flug-Personal verdient bedeutend weniger als Lufthansa Mitarbeiter. Viele Piloten sind Leiharbeiter oder Scheinselbständige.

Doch um die technische Sicherheit muss sich der Fluggast keine Sorgen machen. Die relativ neuen Flugzeuge werden hervorragend gewartet. Ryanair befördert mittlerweile mehr Fluggäste als die Lufthansa. Noch nie ist ein Flieger abgestürzt. Nur zwei Maschinen mussten notlanden. Das Flugbenzin war zu knapp kalkuliert.

Share Button

Kurden-Demo in Köln-Deutz

Auch dieses Jahr veranstaltet die Nav-Dem (demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) eine Standkundgebung auf dem ehemaligen Werftgelände in Köln-Deutz. Das diesjährige Motto lautet: Freiheit für Öcalan, Status für Kurdistan, Demokratie für den Mittleren Osten.

Der Deutzer Festplatz ist mit Gittern teilweise abgesperrt. Ordner der Nav-Dem und die Polizei achten darauf, dass nur zu den Eingängen Demonstrationsteilnehmer Zutritt haben.

Die Kontrolle der Demonstranten und ihrer mitgebrachten Taschen geschieht durch Ordner der Nav-Dem.

Die Rede- und Kulturbeiträge erfolgen in Kurdischer und Türkischer Sprache und werden auf einem Großbildschirm wiedergegeben. Die Kundgebung ist friedlich. Ein Polizeihubschrauber befindet sich in der Luft. Die zahlreich anwesenden Polizisten machen einen freundlichen und entspannten Eindruck. Die Stadtbahnlinie 7 muss ihren Fahrbetrieb, entgegen früherer Demos,  nicht einstellen. Die Teilnehmerzahl der Demonstranten kann ich nur schwer schätzen. Ich denke, es sind mehr als die erwarteten 20 000 Kurden nach Deutz gekommen.

Die Stadt Köln hat dem Veranstalter das Aufstellen von Ess-Ständen diese Jahr erstmalig verboten. Die aus ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland angereisten Demonstranten müssen sich selbst versorgen. Auf der Deutzer Freiheit haben sich lange Schlangen vor den beiden Dönerbuden gebildet. Auch andere Ess- und Lebensmittelgeschäfte sind gut besucht.

Nicht beliebt sind die vielen Demonstrationen auf dem Deutzer Festplatz bei den Deutzer Autofahrern. Sie mussten heute Morgen schon vor sechs Uhr, in einem weitem Bereich, ihre Fahrzeuge entfernen. Mittels Klebezetteln an den Haustüren hatte der Verkehrsdienst der Stadt Köln, schon vor mehreren Tagen, mit kostenpflichtigem Abschleppen gedroht. Parken kann der Deutzer Automobilist heute nur in entfernten Stadtteilen.

Share Button

Abbrucharbeiten am Rudolfplatz

13. August 2017:

Heute, am heiligen Sonntag, ruhen die Abrissarbeiten am Rudolfplatz.

Von meinem Lieblings-Starbucks ist nicht mehr viel übrig geblieben.

Von der Glasbrücke der Ehrengarde sind nur noch die Stahlträger  vorhanden.

Mit einem mulmigen Gefühl unterschreite ich das, vom Starbucks zur Hahnentorburg führende, Baustahl-Gehänge.

Morgen werden die Abbrucharbeiter, des Erfstädter Unternehmens Rhiem & Sohn, ihr Werk fortsetzen. Der Stadtbahn-, Bus-, Auto- und Fußgängerverkehr soll weiterhin zwischen dem Starbucks und der Hahnentorburg verlaufen.

12. September 2017:

In der Nacht von Sonntag auf Montag haben Abrissarbeiter die Stahlträger demontiert.

Nur noch eine Restbebauung an der Torburg zeugt von früheren städtebaulichen Verbrechen.

Nach aktueller Planung soll der Gebäuderiegel am Ring erhalten bleiben. Der südliche Gebäudeteil ist jedoch bereits entmietet.

Er hat unter den Abrissarbeiten gelitten und wird im Moment notdürftig repariert.

Laut Homepage der Hamburger „Momenie Gruppe“ soll es in drei Jahren hier so aussehen.

Share Button

Mit dem E-Bus fahren

Vom Breslauer Platz bis zum Südfriedhof

Höllischer Lärm und Gestank von Explosions-Motoren bestimmen die Rückseite des Kölner Hauptbahnhofes.

Ein Gelenkbus nähert sich der Haltestelle der Linie 133. Er ist nicht zu hören.

Die rechte Seite des Busses senkt sich hydraulisch auf die Bordsteinhöhe. Ein barrierefreier Ein- und Ausstieg ist so möglich. Der Stromabnehmer fährt aus. Der batteriebetriebene Bus bietet, genauso wie die konventionellen Gelenkbusse der KVB, 48 Sitzplätze. Die Beinfreiheit ist jedoch dankenswerterweise drei Zentimeter größer. Ich muss meine Beine nicht in den Gang stellen. Die Kompressoren der Klimaanlage surren im hohen Tonbereich. Nach zehn minütigem „Tanken“ beginnt die Fahrt. Der elektrische Antriebsmotor ist nicht zu hören. Nur ein leises tieffrequentes Rollgeräusch kann ich vernehmen. Nach dreißig-minütiger Fahrt ist die Endhaltestelle erreicht.

Am Südfriedhof parkt das von VDL entwickelte Gefährt an einer, dem Breslauer Platz, identischen Schnell-Ladestation. Die Stromrichteranlage ist auch hier unterirdisch angebracht. Der Lademast mit Ladearm benötigt nicht mehr Platz als eine Verkehrsampel.

Bis zu acht Elektro-Busse kann die KVB einsetzen. Das Projekt wurde vom Land NRW unterstützt. Noch sind die batteriebetriebenen Neukonstruktionen mehr als doppelt so teuer wie die Diesel-Stinker. Doch die in Köln gewonnen Erfahrungen könnten in eine Serienproduktion einfließen und den Preis schnell senken.

Share Button

AfD-Bundesparteitag in Köln

Samstag, zwölf Uhr mittags in Köln-Deutz

Die Deutzer Brücke ist dieses Wochenende komplett gesperrt. Auch Fußgänger dürfen den Rhein hier nicht queren.

Hinter den Bäumen, auf der anderen Rheinseite, siehst Du das Kölner Maritim Hotel.

Dr. Monika Gommolla, Miteigentümerin und Chefin der Hotelgruppe, sowie Hartmut Korthäuer, Direktor des Kölner Hotels, haben gemeinsam ganz tief ins Klo gegriffen und dieses Wochenende die Kölner Herberge an die AfD vermietet. Nur AfDler, Medienvertreter und Polizisten dürfen in dieser Zeit das Hotel benutzen. Alle anderen Gäste wurden ausgeladen.

Heute und morgen demonstriert das demokratische Köln gegen die rechtsradikale AfD.

14:30 Uhr Pipinstraße

Vom Heumarkt kommend biegt ein bunter Demonstrationszug in die Pipinstaße ein. Mit Spruchbändern und Schildern protestieren die Kundgebungsteilnehmer gegen die AfD. Technomusik erschallt von einem Lautsprecherwagen. Die nachfolgenden Demonstranten singen Karnevalslieder. Später intonieren Fußballfans gefühlvoll die FC Köln Hymne. Ihnen schließe ich mich an.

Sonntag 12:30 Uhr: Maritim Hotel Köln

Streng bewacht und abgesperrt von hunderten Polizisten tagen die AfDler im Maritim-Gemäuer. Insgesamt sollen viertausend Polizisten in Köln im Einsatz sein.

Heumarkt

Der, dem Maritim gegenüberliegende Heumarkt, ist auch heute Demonstrationsort. Rockbands bereiten ihre Auftritte vor.

Montagmorgens in Köln-Deutz:

Die Stadtbahnen fahren wieder über die Deutzer Brücke.

Die AfD gratuliert Marine Le Pen zum 1. Wahlausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich.

Share Button

Aleviten/Kurden Demo in Köln-Deutz

aleviten-u-kurdendemo-bild-1

12:00 Uhr: Die ersten Demonstranten sind auf dem Deutzer Werftgelände eingetroffen.

Die Alevitische Union Europa (AABK) hat  zur Protestkundgebung unter der Losung „Ja zu Demokratie, Freiheit und Frieden – Nein zur Diktatur!“ aufgerufen. Die Veranstaltung soll offiziell um 13 Uhr beginnen. Der Protest richtet sich gegen die Regierung von Recep Tayyip Erdogan in der Türkei. Der Demonstration haben sich Sympathisanten der PKK angeschlossen. Sie fordern mit Fahnen und Sprechchören die Freilassung von Abdullah Öcalan.

aleviten-demo-bild-2

13:00 Uhr: Der Deutzer Festplatz füllt sich

Mehrere Zehntausend Demonstranten befinden sich bereits auf dem Festplatz. Von Poll und vom Deutzer Bahnhof kommend, erreichen immer mehr türkischstämmige Frauen und Männer das Gelände.

aleviten-demo-bild-3

Für Verpflegung ist gesorgt. Rechts und links des Werftgeländes sind Imbissstände aufgebaut. Die Demo verläuft friedlich. Die Polizei hält ihre Wasserwerfer und Räumfahrzeuge fern. Die Stadtbahnlinie 7 hat ihren Dienst an der Haltestelle Deutzer Freiheit eingestellt. Die Polizei sperrt den Straßenverkehr.

aleviten-demo-bild-4

14:30 Uhr: Kundgebungen von der Tribüne

Unter Beifall sprechen Redner, in türkischer Sprache, von der Tribüne. Die Kölner Online Zeitung report-k hat Beiträge von Melek Yildiz, stellvertretende Generalsekräterin der AABF, Hüseyin Mat, Europavorsitzender der AABK, Ümit Sari, Jugendvorsitzender der AABK, Prof. Dr. Frank Überall, Bundesvorsitzender des Deutschen Journalisten Verbands, Hozan Cömert, Abgeordneter der HDP, Sevim Dagdelen, MdB, die Linke, Mehmet Kılıç, Bündnis 90/Die Grünen und anderen angekündigt.

15:30 Uhr: Unter Tanz und Gesang löst sich die Demonstration der Aleviten und Kurden auf.

Dieser Beitrag wurde zeitnahe aktualisiert.

Share Button

Stopp CETA und TTIP

stopp-ceta-und-ttip-bild-1

12 Uhr mittags

Die Kundgebung beginnt.  Zwei  große Computer-Bildschirme übertragen die Eröffnungsreden. Das Werftgelände in Köln-Deutz füllt sich mit Demonstranten.

Vom Deutzer Bahnhof kommen immer mehr Protestierer. Auf der Deutzer Brücke steht ein Konvoi mit Traktoren und Landwirtschaftlichen Maschinen. Sie sollen die Spitze des Demonstrationszugs zur anderen Rheinseite bilden.

stopp-ceta-und-ttip-bild-2

13:30 Uhr: Demonstrationsbeginn

Die Demonstration beginnt. Mit lautem Hupen bewegen sich die landwirtschaftlichen Fahrzeuge über die Deutzer Brücke.

stopp-ceta-und-ttip-bild-3

Mehrere Zehntausend Demonstranten begehen die Brücke. Bis die letzten Aktivisten den Neumarkt erreichen, dürften zwei Stunden vergehen.

stopp-ceta-und-ttip-bild-4

Obiges Bild zeigt den Spazierweg durch die Kölner Innenstadt.

stopp-ceta-und-ttip-bild-5

16:30 Uhr: Abschlusskundgebung

Die Socken qualmen. Die ersten Protestler haben die Deutzer Werft wieder erreicht. Eine Band spielt auf der Bühne. Die Versammlung gleicht einem Volksfest.

In sieben Großstädten finden heute zeitgleich Demonstrationen gegen CETA und TTIP statt. Doch ob die in Berlin regierenden Politiker sich dadurch beeindrucken lassen muss bezweifelt werden. Wer in der großen Koalition gegen das Entmächtigungsgesetz CETA und TTIP agiert, riskiert seine politische Karriere, sowie jetzige und zukünftige Lobbyisten Vergütungen.

Doch CETA und TTIP werden scheitern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das Bundesverfassungsgericht und der Europäische Gerichtshof eine CETA/TTIP Paralleljustiz dulden.

Wer die Profitinteressen internationaler Konzerne höher wertet als die Gesetze demokratischer Parlamente hat den Rechtsstaat verlassen.

Share Button

Kurden-Demo in Köln-Deutz

Kurden-Demo in Deutz, Bild 1

Nach dem Verbot des kurdischen Kultur-Festivals im Rheinenergie-Station, haben die Veranstalter NavDem (demokratisches Gesellschaftszentrum der KurdInnen in Deutschland) eine Demonstration in der Deutzer Werft, für den morgigen Tag, angemeldet. Die Tribüne für das Großereignis mit Musik und Reden ist schon fast montiert.

Kurden-Demo in Deutz, Bild 2

Schwere Gabelstapler erleichtern den Aufbau.

Kurden-Demo in Deutz, Bild 3

Plakate und Spruchbänder sind vorbereitet. Die Demonstration soll morgen um 11:00 Uhr beginnen und sich auf das Werftgelände beschränken. Der Veranstalter rechnet mit 30.000 Besuchern.

Ein Großeinsatz der Polizei ist zu erwarten.

Die Stadt Köln fordert alle Anwohner mittels Tür-Klebezettel auf, ihre Autos woanders zu parken. Ab 00:00 Uhr wird abgeschleppt.

Share Button

Erdogan-Anhänger in Köln-Deutz

Vor meiner Haustüre stehen Mannschaftswagen der Polizei.

Wasserwerfer in der Arminiusstraße
12:00 Uhr: Wasserwerfer in der Arminiusstraße

Ein Wasserwerfer sperrt die Arminiusstraße. Seit den frühen Morgenstunden hat die Stadtbahnlinie 7 ihre Fahrten in Köln-Deutz eingestellt. Die Siegburger Straße ist in Richtung Poll gesperrt. Köln bereitet sich auf die Demonstration der Erdogan-Anhänger vor.

Erdogan Jubel Busse
14:00 Uhr: Busse mit Erdogan-Fans

Die Busse der Erdogan-Fans kommen nur im Schritttempo von Poll kommend voran. Alle zur Siegburger Straße führenden Wege sind ab der Severinsbrücke mit Polizeifahrzeugen gesperrt. Die Deutzer Brücke ist für den Straßenverkehr in beide Richtungen von der Polizei blockiert. Die Bahnen der Linie 1 und 9  fahren noch.

Erdogan Demonstranten
16:00 Erdogan-Demonstranten auf der Siegburger Straße

Eine patriarchalische, archaische Parallelgesellschaft zieht über die Siegburger Straße zum Deutzer Festplatz. Das ehemalige Werftgelände dürfte mehr als voll besetzt sein. Die Polizei lässt nur Fußgänger mit Presseausweis auf die Deutzer- und die Severinsbrücke. Von der Rednertribüne werden Parolen in Türkisch geschrien und von den Erdogan-Demonstranten bestätigt. Allahu Akbar Rufe sind zu hören. Hubschrauber befinden sich in der Luft.

Hauseingang
18:00 Uhr Erdogan-Anhänger im Hauseingang

Bis in meinen Hauseingang stehen die türkischen Demonstranten. Die Siegburger Straße ist voller Erdogan-Anhänger. Ich kann meine Wohnung nur durch den Hinterhof verlassen. Es sind heute bedeutend mehr als die 30.000 angekündigten Erdogan-Jünger in Deutz erschienen.

19:20 Uhr: Der Spuk ist vorbei

Die letzten Jubel-Türken haben den Festplatz verlassen und machen sich von der Polizei begleitet auf den Nachhauseweg.

Share Button

Starbucks am Rudolfplatz schließt

Starbucks am Rudolfplatz

Heute Abend um 19:00 Uhr schließt mein Lieblings Starbucks, die Filiale am Rudolfplatz, dauerhaft. Grund der Schließung sind nicht deren Steuertricks; der ganze Gebäudekomplex wird abgerissen.

Stehen bleibt nur der Gebäuderiegel am Ring. Alles, was dahinterliegt, wird von der Hamburger „Momenie Gruppe“ abgerissen und neu gebaut. Vorgesehen ist ein achtgeschossiges Büro- und Geschäftshaus, das im Erdgeschoss Flächen für Läden und Gastronomie bietet. Die „Momeni-Gruppe“ will 120 Millionen Euro investieren und mit der Neubebauung 2019 abschließen.

Teile der jetzigen Bebauung stehen schon leer. Manches wirkt heruntergekommen. Am härtesten trifft der Abriss die Ehrengarde.

Ehrengarde

Ihre Glasbrücke, ein städtebauliches Verbrechen zwischen Hahnentorburg und dem Starbucks, verschwindet für immer. In Zukunft muss sich die Ehrengarde mit der gepachteten Torburg begnügen.

Die zur normalen Klimaanlage im Starbucks zusätzlich aufgebaute Box surrt. Meine Tasse habe ich leer getrunken. Morgen wird ein Schild auf die Schließung der Filiale hinweisen und die anderen Starbucks preisen. Ich werde das Coffee am Rudolfplatz vermissen.

Share Button