Der Kalkberg, die unendliche Geschichte

Der Stadtdirektor der Stadt Köln hatte heute Abend zu einer Informationsveranstaltung in die Aula des Johann-Gottfried-Herder-Gymnasiums, Kattowitzer Str. in Köln-Buchheim geladen. Mittels Laser-Beamer wurde die Parole „Bürgerinformation 1. Februar 2016 Rettungshubschrauberstation für Köln“ an die Empore gebrannt.

Peters Bürgerinitiative Kalkberg

von links nach rechts: der Moderator (Journalist) Henze, der Sprecher der Bürgerinitiative Peters, der Stadtdirektor der Stadt Köln Kahlen

Seit meinem letzten Bericht über die Rettungshubschrauberstation sind 4 Monate vergangen. Mittlerweile sind 80% des aufgeschütteten Lärmschutzwalls (Kuppel) wieder abgetragen. Bald sind die fünfzigtausend Tonnen Erdmasse abtransportiert. Ob die Setzungen und Verwerfungen im Berg dann beendet sind, muss bezweifelt werden.

Die Kalkberg Propheten

Die Kalkberg-Propheten
von links nach rechts: der Stadtdirektor der Stadt Köln Kahlen, der Chef der Feuerwehr Feyrer, die Gutachter Beer und Langen

Der Stadtdirektor konnte einem leidtun: „Ich hoffe, ich glaube.“ Mit diesen Worten mühte sich der arme Mann. Einwände aus dem Publikum: „Sind wir hier in der Kirche?“ prallten nicht spurlos an ihm ab. Die Schuld am Kalkberg Desaster gab Herr Kahlen den zwei Gutachten: „Beide waren falsch.“ Auf mehrmaliges Nachfragen aus dem Auditorium übernahm der 67jährige Sozialdemokrat aber mutig die politische Verantwortung für das Debakel.

Blass wirkte der Chef der Feuerwehr, der Bauherr der Hubschrauberstation. In seinem Vortrag würdigte Herr Feyrer das Kölner Rettungswesen. Dem kann ich nur beipflichten. Doch zum Kalkberg konnte Herr Feyrer nichts Erhellendes beitragen.

Sehr zurückhaltend argumentierten die neuen Gutachter Beer und Langen. Ihr ergebnisoffener Bericht wird frühestens im Mai vorliegen.

Leider muss ich dem Sprecher der Bürgerinitiative   Bruno Peters zustimmen: „Die ganze Veranstaltung hätte man sich sparen können.“

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